Warum nennt sich die Stewardship-Gesellschaft eigentlich Stewardship-Gesellschaft? Hier erfahren Sie die Hintergründe.

Lange Zeit wurde in der Beziehung zwischen Unternehmer und familienexternem Management ein inhärenter Interessenskonflikt vermutet – im wissenschaftlichen Bereich ist dies als »Prinzipal-Agent-Konflikt« bekannt. Der Manager verhalte sich strikt opportunistisch und sei nur durch äußere Anreize zu motivieren. Daher seien strikte Kontrollstrukturen und ausgefeilte Anreizsysteme notwendig. Der Begriff des »Fremdmanagers« drückt dies entsprechend aus.

Im Kontrast dazu hat sich seit den 1990er Jahren die Stewardship-Perspektive entwickelt. Sie geht davon aus, dass die Ziele von Inhabern und Managern kongruent sein können. Manager verhalten sich demnach eben nicht rein opportunistisch, sondern haben selbst ein Interesse, sich im Sinne des Unternehmens zu verhalten, und unterstützen dieses von sich aus. Vertrauen und Akzeptanz zwischen Inhaber und Management treten an die Stelle von Misstrauen. Vor diesem Hintergrund sind die Governance-Strukturen nicht mehr als Kontrollstrukturen, sondern vielmehr als Unterstützung zu interpretieren. Das Management erhält weiträumige Entscheidungsspielräume.

Zusätzlich steht der Begriff des »Stewardships« für Langfristigkeit, Sorgsamkeit und die Aufgabe die Unternehmen im besten Sinne treuhänderisch für kommende Generationen zu entwickeln. Hier treffen sich die Perspektiven der Inhaber und der familienexternen Führungskräfte. Die Inhaber entwickeln das Unternehmen für die zukünftigen Eigentümergenerationen. Die familienexternen Vorstände und Geschäftsführer sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auch dadurch, dass sie die nächste Generation von Führungskräften fördern und entwickeln. Alle haben gemeinsam den Anspruch, zum Ende ihrer Tätigkeit ein leistungs- und zukunftsfähiges Unternehmen zu übergeben.

Die Mitglieder der Stewardship-Gesellschaft teilen genau diese Grundeinstellung und Interessen. Durch ihre Vorgehensweise (die drei I: Insights, Interaction und Impact) fördert die Stewardship-Gesellschaft das Ziel eines optimalen Miteinanders zum langfristigen Wohle des Unternehmens. Dieser Stewardship-Leitgedanke ist in dem von den Kommissionsmitgliedern erstellten Verhaltenskodex für familienexterne Führungskräfte in Familienunternehmen verankert. Daher ist es nur folgerichtig, die gemeinsame Plattform auch »Stewardship«-Gesellschaft zu nennen.

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